Änderungen vorbehalten

Experimentiertag bei ELKE an der Uni Köln

Schweißgebadet im Chemielabor!

Üblicherweise denkt man nicht als erstes an gestählte Muskelpakete oder durchtrainierte Triathleten, wenn man an den Beruf des Chemikers denkt.

 

Was Chemie aber mit Sport und hier v. a. mit Sportgetränken zu tun hat, konnte die Klasse 8em mit Ihrem Chemielehrer Herrn Schmidtchen und dem Praxissemesterstudenten Herrn Anton im Schülerlebor ELKE der Universität Köln herausfinden. Betreut durch die Studierenden vor Ort hieß das Motto des Tages "Laufen, schwitzen, trinken..." 

 

Laufen und dann ihren Schweiß für die folgenden Untersuchungen sammeln, mussten die SchülerInnen jedoch glücklicherweise nicht; der Schweiß war bereits vorbereitet (ein großer Dank an die Studierenden der Sporthochschule Köln, die das Labor in dieser Hinsicht immer fleißig unterstützen ;) Aber worum ging es nun eigentlich bei dieser schweißtreibenden Arbeit im Labor? Es galt an diesem Vormittag herauszufinden, ob die Werbung für das 'Sportgetränk' Powerade "Mehr als nur Wasser" wirklich zutrifft und man das, was man alles beim Sport ausschwitzt, über dieses Getränk auch wieder aufnimmt. Doch bevor man das überprüfen konnte, musste man erst einmal klären, woraus Schweiß eigentlich besteht. 

 

Die Schüler lernten im ersten Laborteil verschiedene Nachweisreaktionen für die im Schweiß gelösten Salze bzw. deren Ionen kennen. Über Blindproben wiesen sie Natrium-, Calcium-, Kalium-, Phosphat-, Magnesium- und Chlorid-Ionen nach. Wenn Powerade nun wirklich ein Sportgetränk sein soll, müssten eigentlich alle diese Ionen auch darin zu finden sein, denn nach dem Sport braucht der Körper diese Mineralsalze, die er durch das Schwitzen verloren hat, wieder zurück. 

 

Im 2. Laborteil ging es nun also darum festzustellen, ob die Ionen in Powerade vorhanden sind. Um den Werbespruch bewerten zu können, wurde parallel Mineralwasser auf die Ionen hin überprüft. 

 

Und das Ergebnis? 

 

Klarer Sieger ist das Mineralwasser, das alle 'ausgeschwitzten' Ionensorten enthält; bei Powerade mangelt es hier etwas. Außerdem enthält Powerade eine ganze Menge Zucker, der zwar maßgeblich zum Geschmack, aber nicht zur 'sportlichen' Wirkung beiträgt. 

 

Die Schüler konnten so an diesem Tag nicht nur etwas über Sportgetränke und ihren eigenen Körper lernen, sondern auch den Chemieraum des Humboldt gegen ein neues und sehr gut ausgestattetes Chemielabor an einer Universität tauschen und so schon einmal in die Welt des Studiums hineinschuppern.

 

 

 

Mai 2018, SMI