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Besuch im Theatermuseum Köln Wahn (2010)

Theatermuseum Köln Wahn - ein Besuch

Bitte nur mit Handschuhen anfassen...

Der Besuch im Theatermuseum Wahn bildete für die Klasse 9b den Abschluss einer Unterrichtsreihe in Deutsch zu  Wedekinds Drama Frühlings Erwachen. In Zusammenarbeit mit der Uni Köln wurde diese Exkursion ermöglicht und betreut. (www.sum.uni-koeln.de)

Wedekinds Drama handelt von dem Problemen des Erwachsenwerdens und kritisiert die verlogene Moral der Erwachsenen im Deutschen Kaiserreich so radikal, dass es erst fünfzehn Jahre nach seiner Veröffentlichung auch im Theater aufgeführt wurde.

Schon beim Betreten des Theatermuseums schlug die Schüler/innen der Prunk des historischen Gebäudes „Schloss Wahn“ in seinen Bann. Sie wurden von zwei engagierten Studentinnen begrüßt, die sie durch das Schloss führten.

Beim Rundgang durch das historische Gebäude bekam die Klasse Einblick in die Plakat-Sammlung, in der es alle nur erdenklichen Werbeplakate zu Aufführungen verschiedenster Dramen gab, sie sahen die fachwissenschaftliche Bibliothek, das Archiv von Bildmaterial und Rezensionen, teilweise an die hundert Jahre alt. Es gab des weiteren auch Bühnenbildentwürfe sowie Modelle und Kostüme zu sehen.

Nach einer kleinen Pause setzte man sich im großen Prunksaal an einem riesigen Konferenztisch an die eigentliche Arbeit: Nun hatte jede Gruppe die Aufgabe, sich mit Rezensionen zu Frühlings Erwachen zu beschäftigen. Die Kritiken umfassten einen Zeitraum von über hundert Jahren, nämlich von der Uraufführung 1906 bis heute. Ergänzend hatte das Archiv des Theatermuseums auch Bildmaterial zur Verfügung gestellt. Alle Texte und Bilder müssen mit besonderer Sorgfalt behandelt werden, so dass sie in diesem Fall z.B. nur mit edlen weißen Handschuhen angefasst werden durften.

Abschließend stellten die Gruppen ihre Arbeitsergebnisse dem Plenum vor und diskutierten die wechselnden Schwerpunkte in der öffentlichen Wahrnehmung des Dramas.

Fazit: ein eindrucksvolles Museum, sehr hilfsbereite Fachkräfte vor Ort, eine spannende Arbeit an „echten“ Fundstücken.

Leon Jankowiak 9b, April 2010