Oberstufen Projektkonzerte am 02. und 03. Februar 2012
"SpielZeit"
Ein Abend über Zeit und Rhythmus
Dieses Jahr stand das von Benedikt Hölker und Andrea Tenhagen organisierte Projektkonzert der Oberstufe am 02. und 03. Februar 2012 unter der Überschrift SpielZeit. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Musikzweigs hatten sich als Solisten oder in Ensembles mit den Faktoren Rhythmus und Zeit auf verschiedenste Weisen auseinandergesetzt und ein unterhaltendes Programm auf die Beine gestellt.
Der Abend begann mit einer interaktiven Idee des von Susanne Volzer und Eva Garcia geleiteten Projektkurses Kunst. Die Besucher wurden vor dem Konzert durch zwei Eingänge geführt, die entweder zur Eile oder Weile einluden und in einem Wartezimmer mündeten.
Benedikt Hölker und Andrea Tenhagen hatten mit dem Oberstufenchor Stücke unterschiedlichster Epochen von Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Arvo Pärt und Paul McCartney erarbeitet, wie zum Beispiel eine a-capella Version der Bourée aus der Lautensuite, das metrisch freie Magnificat oder das bekannte Back In The U.S.S.R., die ganz schön Stimmung machten, ebenso wie die vom ehemaligen Humboldt-Schüler Fabian Richter arrangierten Jazz-Stücke für die Big Band.
Auch zwei Jungstudenten der Musikhochschule Köln, Dominic Chamot (Klavier) und Max Haschemi (Bass) zeigten ihr Können.
Darüber hinaus machte das Stomp-Ensemble, eigentlich die Samba-Gruppe von Susanne Badde, mit seinen Percussion- Instrumenten im Schwarzlicht Rhythmen sichtbar. Es war ein wunderbares Farbenspiel! On Stage konnte man ein Tanz-Ensemble der gymnasialen Balletausbildung bewundern, das „Modern Dance“ vorführte.
Bei aller Lautstärke wurde es auch manchmal leise. Durch Videos vom Projektkurs Kunst wurde die Zeit auf den Kopf gestellt, über sie philosophiert und vieles mehr, wobei immer auf das Bild eines Künstlers eingegangen wurde. Der Oberstufenchor begleitete musikalisch mit Vokalisen. Ganz still wurde es bei John Cages berühmtem 4’33’’ (4 Minuten 33 Sekunden). Max Haschemi ließ das Publikum staunen, als er sich an den Flügel setzte und keinen Ton spielte- frei nach der Anweisung tacet, tacet, tacet. Höchste Konzentration bewies zudem der Musik-GK der Jgst. 13 bei seinem spitze inszenierten Becherspiel.
Bei all diesen Auftritten managten die Tontechniker Licht und Sound auf formidable Weise und zeichneten die Konzerte zu internen Dokumentationszwecken auf.
Viola von der Eltz (Jgst. 11)
Kill. Kolpert. Bill
Die Zuschauerinnen und Zuschauer im Pädagogischen Zentrum des Humboldt-Gymnasiums sahen am 13. und 14. Oktober zwei gelungene Aufführungen der Theater-AG des Musikzweigs.
Ein ungewöhnlich gut inspiriertes Ensemble unter der Regie von Ursula Lübbe und Dr. Dieter Ewig spielte nach einer Vorlage von David Gieselmann „Kill. Kolpert. Bill“.
Text, Songs, Tänze und Instrumentalstücke wurden gekonnt montiert und ästhetisch anspruchsvoll inszeniert. Ein schönes Zusammenspiel von Musik und Spiel entstand auf diese Weise.
Die Band unter der Leitung von Fabian Richter musizierte in Bestform. Ungewöhnliche Komik entwickelte u.a. das Pizza-Ballett der jungen Spielerinnen nach Schuberts Musik „Rosamunde“.
Großartig gesungen und interpretiert wurde der „Bang-Bang-Song“ aus „Kill Bill“ von Cornelia Walter-Nußberger als Ralf Droht.
Aber auch alle anderen Mitglieder des Ensembles überzeugten in ihren Rollen: Sarah von Dombrowski als Sarah Dreher, Lily Kuhlmann als Bastian Nole, Katrin Gilberg als Edith Nole, Joanna Bündgen als Pizzamann und Rebecca Laubach und Robin Arciprete als Herr Kolpert.
Bühnenassistentin war Anne Uhl.
Insgesamt ein schöner Auftakt für alle nachfolgenden Konzerte und das Musik-Oberstufen-Projekt im nächsten Jahr.
Konzertprojekt der Oberstufe am 17. und 18. Februar 2011:
Die 20er und WIR - Musikalische Blickwinkel
… dance craze – Zwölftonmusik – Operette – Jazz – Ballettmusik – Dada – Jan Delay – Schlager...
Die Schülerinnen und Schüler des Musikzweigs blickten bei den beiden Konzerten am 17. und 18. Februar 2011 um jeweils 18:30 im PZ des Humboldt-Gymnasiums facettenreich auf die Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts – jedoch mit den Augen von heute. So geriet ganz unterschiedliche Musik in den Blick, je nach Winkel des Betrachters: Musik der 20er selbst, Werke späterer Zeiten, die sich auf die „Roaring Twenties“ beziehen und Eigenkompositionen, die damalige Ideen reflektieren.
Die Idee zu diesem Konzertprojekt ist im Musik Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13 entstanden. Das Interesse galt zunächst den Parallelen von heute und damals: Aspekte wie rasanter technischer Fortschritt, Finanzkrise, Unterhaltungsindustrie, Fernweh, Schere zwischen Arm und Reich, neue Medien oder Stilpluralität lassen dieses Jahrzehnt wie einen direkten Vorläufer unserer heutigen Epoche erscheinen.
Diese Überlegungen führten im LK zu einem Kompositionsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Caspar Johannes Walter als dessen Ergebnis drei Stücke erklangen. Darüber hinaus erwuchs in der Probenarbeit des zurückliegenden Halbjahrs in der Oberstufe des Musikzweigs ein breites Repertoire von Musik unterschiedlichster Couleur, die durch je individuelle Blickwinkel die Zwanziger Jahre immer wieder neu in Augenschein nahm.
Es musizieren der Oberstufenchor, die Big Band, das Kammerorchester, Solisten und der Musik LK 13.
Benedikt Hölker
"Caballito Blanco": Eine musikalisch-szenische Bearbeitung der Revue-Operette »Im Weißen Rössl«
Viermal bis auf den letzten Platz besetzt war das PZ bei den vier Aufführungen des „Caballito Blanco“ am 4., 5., 8. und 9. Februar 2010. Die Schülerinnen und Schüler des Musikzweigs der Oberstufe brillierten als Sänger, Schauspieler, im Chor, in der Big Band, als Licht- und Tontechniker und als Bühnenbildner. In der Uraufführung der heute noch bekannten Revue-Operette „Im Weißen Rößl“ von Ralph Benatzky 1930 im Großen Schauspielhaus in Berlin war das Reiseziel das noch immer bekannte Hotel „Weisses Rössl“ am Wolfgangsee in Österreich. Die jungen Menschen der Oberstufe des Musikzweigs wollen im Jahre 2010 allerdings lieber in ein Urlaubsresort ans Mittelmeer reisen – das „Caballito Blanco“.
Das reizvolle multikulturelle Leben der einheimischen Belegschaft, diverse Beziehungskonflikte, konkurrierende Lebensstrategien und erotische Ambitionen der Gäste untereinander und mit den Mitarbeitern waren und sind damals wie heute der Stoff. Das allein ist aber heute nichts besonderes, wären da nicht die Schlager und Gassenhauer von damals, die immer noch Ohrwürmer sind wie z.B. „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“, „Es muss was Wunderbares sein von Dir geliebt zu werden“ oder „Die ganze Welt ist himmelblau“.
Der ehemalige Humboldt-Schüler Fabian Richter hatte die Musik mit einem neuen, jugendlichen Gewand versehen, das die Bigband unter der Leitung von Tobias Kremer umsetzte. Eine Dramaturgen-Gruppe unter der Leitung von Klaus Riedel und Reinhard Schiele hatte das Inszenierungskonzept erarbeitet, das der Oberstufenchor unter der Leitung von Benedikt Hölker und Andrea Tenhagen schauspielernd, tanzend und singend mit Leben füllte. Das Bühnenbild erstellte eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Kunstlehrerinnen Susann Volzer und Eva Garcia, sowie der ehemaligen Humboldt-Schülerin und Bühnenbildnerin Sarah Damm. Professionellen Anspruch und gestaltende Unterstützung erhielt das Musiktheater-Projekt durch die Mitarbeit des Theater-Regisseurs Reinhard Schiele und der Tanzchoreografin Nicole Grill. Produktionsleiter und Ansprechpartner waren Benedikt Hölker und Andrea Tenhagen.
Oberstufen-Konzert-Projekt „KölnSoundTracks“ am 29. und 30. Januar 2009

Junge BigBand, Oberstufenchor und Solisten der Oberstufe des Musikzweigs Humboldt-Gymnasium/ Rheinische Musikschule agierten auch im diesjährigen Oberstufenkonzert wieder auf hohem Niveau. Live musizierten sie zu Filmsequenzen, die von einer Videogruppe unter der Leitung von Klaus Riedel erstellt wurden.
Fahrt über die Ringe, Spaziergang am Rhein, wartende Menschen am Neumarkt, Imbiss am Mediapark, Fitness in Klettenberg, Büroarbeit im Rheinauhafen, Raucherpause am Hauptbahnhof und vieles mehr erwartete die Konzertbesucher auf einer kinoartigen Leinwand.
Diese von der Kamera eingefangenen Videosequenzen vom Alltag in Köln wurden konfrontiert und kommentiert mit und durch die aufgeführten Kompositionen: Bild und Musik beeinflussten sich gegenseitig, veränderten sich, schärften den Blick, spitzten die Ohren. Es entstanden neue Wahrnehmungen, witzig, traurig, skurril, unterhaltsam – und immer überraschend.
So erklangen beispielsweise ein Prélude von Rachmaninoff für Klavier, einfühlsam gespielt von Fedor Kosoy (Jgst. 12), zu den Bildern einer alten Dame beim Rheinspaziergang oder eine Händel-Arie aus der Oper „Xerxes“, beeindruckend vorgetragen von Isabelle Michollek (Jgst. 12), zu dem Geschehen an einer Straßenbahn-Haltestelle.
Der Oberstufenchor unter der Leitung von Andrea Tenhagen und Benedikt Hölker und die BigBand unter der Leitung von Tobias Kremer gestalteten ein stilistisch breites Repertoire, von James-Bond-Filmmusik über Gospel und Clusterklänge in „Immortal Bach“ von Knut Nystedt bis hin zum Abschluss-Highlight, dem „Hallelujah“ in der souligen Fassung von Quincy Jones' „Handel's Messiah: A Soulful Celebration“ mit einem BigBand-Arrangement von Fabian Richter (Jgst. 13).
Das Publikum im zwei Mal voll besetzten PZ gratulierte mit viel Applaus den ausführenden Musikerinnen und Musikern zu einem in der Tat innovativen Konzertkonzept.
Benedikt Hölker


































































