Ergänzungsstunden

 

Liedwerkstatt in der Jahrgangsstufe 7

Kompositionswerkstatt in der Jahrgangstufe 8

Vorläufige Standardfestlegungen

 

Grundsätzlich gilt in allen Kursen das Prinzip der Wiederholung bezogen auf einen Parameter-Katalog, aufbauend auf Klasse 5 und 6 und dem neu Erlernten:

  • Lautstärke, Puls, Tempo
  • Rhythmus, Taktarten, Triole, Synkope
  • Noten-, Pausenwerte, Notenlesen
  • Ganz- und Halbtonschritte
  • Vorzeichen
  • Intervalle
  • Dur- und Molltonleiter
  • Dreiklänge
  • Kadenz
  • Violin- und Bassschlüssel

In der 7. Klasse steht kontrapunktische Stimmführung und einfache Kadenz im Vordergrund (aufbauend auf den basics, Pkt.1); denkbar ist auch der Umgang mit Neuer Musik-Konzepten (Cluster; Asymmetrie; Atonalität etc.).

In der 8. Klasse steht kontrapunktische Stimmführung und erweiterte Kadenz im Vordergrund (ebenfalls aufbauend auf den basics, Pkt.1); ferner der Umgang mit Neuer Musik-Konzepten (s.o).

 

Methodisch-didaktische Orientierung

  • grundsätzlich wird eine erfassbarere Herangehensweise angegangen, d.h. nicht der deduktive Ansatz (der musikalische Begriff steht im Vordergrund und darauf aufbauend werden Übungen gemacht), sondern die musikpraktische Erfahrung steht im Vordergrund (Bsp.: es werden zuerst Lieder gesungen, nachgespielt, begleitet und gestaltet, danach erfolgt die terminologische Festlegung – die SuS „erfahren“ so die inhaltliche Ebene der Musik und werden eigenständig motiviert, die inhaltliche Umsetzung in Worte fassen zu wollen)
  • gefördert wird ausdrücklich die Erziehung zum selbstständigen Entdecken und Arbeiten - der Lehrer ist Lern-Begleiter
  • es werden methodisch vielfältige Herangehensweisen erprobt (Lerntagebuch zur Kontrolle der eigenen Fortschritte- geplant ist zukünftig ein Lerntagebuch über die gesamte Zeit des Musikzweigs; Stationenlernen – die SuS erlernen in Kleingruppen unterschiedliche Schwerpunkte, Abschluss bildet ein Abfragebogen; Portfolio -es gibt für die SuS Pflichtaufgaben und Wahlaufgaben, die Vorgehensweise wird von den SuS erarbeitet und reflektiert, so können sie eigenständige Interessensschwerpunkte bilden, etc.)
  • es wird binnendifferenzierungs-orientiert gearbeitet, das heißt, die Gruppen werden von den Lehrpersonen nach den gegebenen Bedingungen zusammen gestellt (Schlagzeug-Gruppe, Klaviergruppe, Bläsergruppe oder auch „high level“/“low level“-die Einteilung ist abhängig von der Lerngruppe)


Anknüpfung an den Musikunterricht:


der Musikunterricht erfüllt die Aufgaben des Hintergrund-Erschließens (Hören und Analysieren von Musikwerken, historische Verknüpfungen erstellen, Wiederholungsmöglichkeiten bieten, um Vernetzungen zu stärken)

Konkrete inhaltliche Anbindungen, aufbauend auf Punkt 1-3:

Liedwerkstatt in der Klasse 7


Thema: Lieder singen, nachspielen, begleiten, gestalten

Voraussetzungen:

  • Rhythmen gestalten, rhythmische Basics erstellen, Training von Rhythmen (Bodypercussionübungen, Rap nachempfinden und selber kreiieren-Wdhl.von allen rhythm. Parametern; Gestaltung mit Stimme; Improvisation von Rhythmen)
  • Formempfinden schulen, Anfang-Ende-Regelmäßigkeit-8taktige Periode
  • Rhythmik in Melodieverläufe umsetzen (Melodien erfinden, singen, improvisieren-Klang von Intervallen erproben)
  • Melodien mit Dreiklängen versehen (Bsp.: T,SD,D vorgeben, die erarbeiteten Melodien mit diesen 3 Akkorden begleiten; am Keyboard arbeiten, Abwechslung in Partnerarbeit durch Gesang und Keyboard-Spiel - erkennen, was passt, benennen, wie es heißt
  • Kadenzimprovisationen

Abschluss: Test durch praktische Prüfung in Partnerarbeit oder Kleingruppen (Bsp.: Melodie mit Kadenz begleiten oder Ähnliches)

 

Kompositionswerkstatt in der Klasse 8:


Thema: Kleine Kompositionen nachspielen, begleiten, gestalten
Voraussetzungen:
- Kadenzen in dur und moll wiederholen, erproben, nachspielen, erstellen, improvisieren
- Aufbau zur erweiterten Kadenz vorbereiten:

  • Blues-Schema vorgeben; damit Melodien erfinden, singend erfahren durch improvisieren, Akkorde erfahren durch Nachvollzug
  • einfache musikalische Formen in der Kadenzstruktur nachvollziehen (Rondo, Menuett etc.)
  • Kadenz gestalterisch durch Bewegung umsetzen (Bsp.: T,SD,D bewegungsmäßig festlegen; Erweiterung durch hinzugetretene Harmonien verdeutlichen; erst danach Terminologie-D7 etc.)
  • Wiederholung dur-moll; Kompositionen mit erweiterter Kadenz in dur und moll erproben

Abschluss: Test durch praktische Prüfung (s.o.)

 
Grundsätzlich befinden wir uns bzgl. der inhaltlichen Neu- und Umorientierung des Ergänzungsmodells in der Erprobungsphase. Durch Fortbildungen zu den einzelnen Themen, Austausch der einzelnen KollegInnen und regelmäßigen Evaluationsprozessen werden wir zukünftig ein flexibles didaktisches Modell für die Ergänzungsstunden im Musikzweig erarbeitet haben.

 
Andrea Tenhagen für den Arbeitskreis „Ergänzungsstunden-Musikzweig“, Kl.7 und 8 – Herr Hölker, Frau Mimberg, Herr Riedel; Stand: 18.06.2008, Ergänzungsstunden-Modell 08/09