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Änderungen vorbehalten

Gegenwärtig vermittelt der Pausenhof, der zur Straße "Auf dem Trutzenberg" ausgerichtet ist, einen trostlosen Eindruck. Alle 23 Bäume mussten zur Errichtung des Erweiterungsbaus für das Humboldt-Gymnasium gefällt werden. Die Baumfällungen basieren auf einem einstimmigen Beschluss des Stadtrates.
Durch Auflagen der Denkmalpflege kann das Raumvolumen für den Erweiterungsbau nur realisiert werden, wenn bis auf die Grundstücksgrenze gebaut wird.

 

Das Fällen der Bäume bedeutet einen großen ökologischen Verlust. Gesetzlich sind für solche Fälle Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Im Vorfeld der Baumaßnahme hat die Schule unabhängig von dieser Bestimmung dafür Sorge getragen, dass auf dem Schulgelände zusätzliche Pflanz- und ökologische  Entwicklungsmaßen durchgeführt wurden. Vor dem Leitungstrakt  haben sich mehrere Pflanzmaßnahmen sehr gut entwickelt. Der durch den ehemaligen Schulleiter Esleben gepflanzte Ginko hat mittlerweile die Höhe des Naturwissenschaftlichen Traktes erreicht.

 

Auch eine Sukzession von drei mehrstämmigen Ahornbäumen hat mittlerweile eine Höhe von mehr als 8 Metern erreicht.

 

Statt auf die Fläche des Schulgartens, wie von der Stadt geplant, wurden die Container des E-Traktes auf der Kugelstoßanlage errichtet. Eine Einschränkung für den Schulsport, die nicht vollständig durch die Nutzung der Weitsprunggrube, durch Hallenkugeln und den Besuch externer Sportanlagen ausgeglichen werden kann.

 

Vor der Hausmeisterwohnung wurde ein kranker wild gewachsener Baum durch eine planmäßige Anpflanzung ersetzt.

 

Hinter dem B-Trakt konnte sich in den vergangenen 10 Jahren auf der Fläche der nicht mehr genutzten Feuerwehrzufahrt eine ausgedehnte Sukzessionsfläche auf mehreren 100 m² entwickeln.

All diese Maßnahmen ersetzen in der Summe annähernd, aber noch nicht vollständig die Verluste auf dem demnächst überbauten Unterstufenschulhof.

Als nächste Maßnahme, erstmals als Ausgleichsmaßnahme wirksam, werden auf dem Kartäuserwall am 21. Oktober 2 mindestens 4 m hohe Trompetenbäume gepflanzt. Diese Maßnahme leistet die Stadt und unterstützt dabei die Bemühungen der Schule, in angemessener Form an den Unfall des Blasorchesters zu erinnern. Bei diesem Unfall konnte bekanntlich nur durch den selbstlosen Einsatz des Busfahrers eine noch größere Katastrophe für Schülerinnen und Schüler und das begleitende Lehrpersonal verhindert werden.

Zwischen dem Erweiterungsbau und dem denkmalgeschützten Altbau wird ein abgestufter Pausenbereich entstehen, auf dem ein großer zentraler Baumstandort vorgesehen ist. Vor der Hausmeisterwohnungen werden zwei weitere Baumstandorte realisiert.

Um den Verlust an Bäumen für den Bereich "Auf dem Trutzenberg" auszugleichen, hat die Schule vorgeschlagen, auf zwei Ausweitungen des Fußweges Baumstandorte zu ermöglichen. Diese Maßnahme wurde seitens der Stadt auf Realisierbarkeit überprüft und ist in das Maßnahmenpaket für die Restrukturierung dieses Bereichs im öffentlichen Straßenland übernommen worden. Es entstehen 4 weitere Baumstandorte.

Durch eine bessere Markierung der Parkplätze an der Straße "Auf dem Trutzenberg" könnten nach deren Wiederherstellung im Anschluss an die Bauphase 4  weitere Baumstandorte ermöglicht werden. Hierzu bedarf es einer bürgerschaftlichen bzw. politischen Initiative. Der eingetretene ökologische Schaden kann also mittelfristig ausgeglichen werden.

 
Präsentation Comenius-Projekt "Protection of Biodiversity" im Mai 2014

Wenn es gelingen würde, bei der Generalsanierung des Altbaus in Abstimmung mit der Denkmalpflege eine Dachbegrünung zu erreichen, könnte das Areal des Humboldt-Gymnasiums zusammen mit den sich entwickelnden Neupflanzungen zu einer weiteren Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Auch in diesem Kontext ist bürgerschaftliches und politisches Engagement wünschenswert.

Dr. Junge, Schulleiter