Effekte der Grundreinigung

Im Erdkunderaum und in mehreren Klassenräumen des A-Traktes kann derzeit morphologisch das alljährliche Initialstadium einer Gebirgsbildung beobachtet werden. Das Parkett hat sich in der Mitte aufgewölbt.

 

Das ganze Ausmaß des Phänomens wird erst bei einer kartographischen...

 

...oder globalen Betrachtungsweise ersichtlich.

 

Das Phänomen tritt regelmäßig im Anschluss an die Sommerferien auf, nachdem die feuchte Grundreinigung durchgeführt wurde.
Während bei der Plattentektonik die Aufwölbung der Erdkruste durch einen Impuls mit dem Effekt der Einengung eines Gesteinskörpers, beispielsweise bei der Kollision zweier Platten, erfolgt, ist der Sachverhalt bei der Aufwölbung des Parketts anders gelagert.
Im Rahmen der Grundreinigung dringt Feuchtigkeit in die unversiegelten Parkettböden ein.
Dies führt zum Aufquellen des massiven Holzkörpers mit dem Effekt der horizontalen und vertikalen Volumenvergrößerung.
Da die gemauerten Seitenwände der Unterrichtsräume als feste Widerlager wirken, kann das Holz nur in die Höhe ausweichen. Daraus resultiert die konstatierte Aufwölbung der Parkettböden mit dem Ergebnis erhöhter Unfallgefahr.

Was tun?

Abhilfe könnte nach dem habituellen Aufschneiden und erneuten Verkleben der Böden  eine Versiegelung der Parkettböden schaffen. Wischen mit einem leicht  feuchten Mikrofaserlappen könnte dann das alljährliche Ritual der Grundreinigung ersetzen. Dann könnte vielleicht für denselben Geldbetrag auch mehrmals im Jahr feucht gereinigt werden.
Der Schulträger hat die Sanierung der Böden im Rahmen der Generalsanierung des A-Traktes in Aussicht gestellt, die nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Neubaus erfolgen wird.
Eine genaue zeitliche Fixierung ist aus den bekannten Gründen somit leider nicht möglich.

Zwischenzeitlich hat man jedoch erfreulicherweise von der bis vor 3 Jahren praktizierten Überflutungsmethode Abstand genommen. Diese hatte zur Folge, dass neben der Aufwölbung der Parkettböden auch eine Zerstörung der Deckenplatten im jeweils tiefer gelegenen Stockwerk zu beklagen war.

 

Auch haben einige Verwaltungscomputer der Verwaltung diese Belastung nicht überstanden.

Die Computer und die nach den Sommerferien verfaulten Deckenplatten wurden regelmäßig ersetzt. Nur einige schwer zugängliche Platten können zum Beispiel im Lehrerzimmer noch als Zeugnisse einer überwundenen Reinigungsära bewundert werden. So lässt sich nicht behaupten, dass durch permanente Intervention seitens der Schulleitung überhaupt keine Erfolge erzielt werden konnten!

 

Dr. Junge, Schulleiter