Zülpicher Thermenmuseum
Alle Lateinschüler der Klassen 7 besuchen das Thermenmuseum in Zülpich. Passend zu ihrem Unterricht besichtigen sie dort die besonders gut erhaltenen römischen Thermen. Jetzt können sie die Überreste der Fuß- und Wandheizung, die verschiedenen Baderäume und die Heizungsanlage sehen, die sie schon im Unterricht kennengelernt haben. Umrahmt wird die Besichtigung von einem . Workshop, in dem sich jeder eine eigene Wachstafel bastelt – ein Notizbuch wie in der Antike. Dazu müssen Leisten abgemessen und gesägt werden, die dann einen Rahmen bilden, in den heißes Wachs gegossen wird. Nachdem es erstarrt ist, ist es bereit für lateinische Sprüche. Sollte etwas falsch sein, lässt es sich schnell wieder „wegradieren“, indem man über das Wachs mit der breiten Seite des „stilus“ streicht. Genau so wie auch Schüler im antiken Köln.
Archäologischer Park Xanten
In Klasse 8 besuchen die Lateiner den Archäologischen Park Xanten Anders als in Köln wurde die antike Stadt nicht überbaut. Besonders beeindrucken das Amphitheater, der Hafentempel und das Nordtor. Außerdem sind eine Herberge und Handwerkerhäuser nachgebaut und eingerichtet worden. Dies dürfen die Schüler in Kleingruppen im Rahmen einer Rallye selbst erkunden, was immer viel Spaß macht.



Latein on stage!
Am Pfingstsonntag haben die drei Latein-Schüler Gerrit Sanders, Julius Wascheck und Johannes Jantsch eine beeindruckende Demonstration der lateinischen Sprache in einem Konzert im Stadtgarten abgeliefert. Unter dem Thema "Paradise Lost" hatte das "zentrum für alte musik köln" eine Konzertreihe initiiert, das auf allen Ebenen der Kunst das Verlieren und Suchen einer Paradiesvorstellung zum Inhalt hatte. In diesem Kontext spielte in dem Konzert unter dem Titel "Die Träume des Aeneas" die lateinische Sprache als Klanggemälde für die Träume des Aeneas, des Stammvaters der Römer, die zentrale Rolle. Eine halbjährige Probenzeit für die korrekte Aussprache der leinischen Texte unter meiner Anleitung und die mimisch-gestische Ausbildung durch die berühmte Expertin für historische Gesten, Frau T'Hooft, haben sich gelohnt. Das bis auf den letzten Platz ausverkaufte Konzert wurde in der Presse hoch gelobt und unsere jungen Lateinsprecher wurden für ihre lebendige und beeindruckende Darstellung der lateinischen Texte eigens hervorgehoben. Eine Rezension u.a. dazu findet sich in der Barock-Online-Zeitschrift. Die totgeglaubte lateinische Sprache erweist sich mal wieder als reichhaltige Quelle für fruchtbare historische Kommunikation. Darum ist Latein auch an unserer Schule so wichtig!
Markus Jarchow
