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Preisverleihung für herausragende Facharbeiten in Deutsch

In der Reihe „Interessantes und Anregendes aus dem Deutsch-Leistungskurs“ freue ich mich heute besonders (und bin auch ein bisschen stolz), Ihnen von einem ganz besonderen Tag aus meinem Deutsch-Leistungskurs der Q1 zu berichten!

Dr. Tanja Kurzrock

 

Facharbeiten stellen sicherlich für alle Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung dar: Es handelt sich dabei einerseits um ein bislang unbekanntes, ungeübtes Textformat, das hohe Anforderungen an die Selbstständigkeit, das Durchhaltevermögen sowie die Frustrationstoleranz der jugendlichen Schreiberinnen und Schreiber stellt. Andererseits bietet eine Facharbeit aber auch die wunderbare Möglichkeit, sich längerfristig und vertieft mit einem Thema zu beschäftigen, das einen wirklich interessiert, und kann gleichzeitig einen verheißungsvollen Ausblick auf die kommende Studienzeit bieten. Soweit die Theorie.

In der Praxis reicht oft die Zeit nicht, wird man vor scheinbar schier unüberwindliche Hürden gestellt (Computerabstürze, leere Druckerpatronen, unerreichbare Sekundärliteratur und, und, und) oder das gewählte Thema entpuppt sich als zu komplex, ganz anders als erwartet oder schlichtweg als langweilig. Und dieses Jahr kam auch noch Corona dazu! Umso bemerkenswerter ist es, dass die allermeisten Schülerinnen und Schüler die Aufgabe angemessen gemeistert haben, einen Text zu verfassen, der wissenschaftlichen Anforderungen genügt.

Für meinen Leistungskurs kann ich sagen: mehr als das! Einerseits stellvertretend für viele andere – danke für Ihre interessanten Arbeiten, Marlene, Emma, Emilia, Baris, Felix, Onno, Nick und Anni –, aber andererseits auch ganz deutlich herausheben möchte ich hier zwei Schülerinnen, die wirklich Herausragendes geleistet haben! Und meine Einschätzung gründet sich auf eine Vielzahl von Facharbeiten, die ich über die Jahre hinweg in Deutsch-Leistungskursen betreut habe.

Es handelt sich um die Facharbeiten „Die Bedeutung des Kindes in Bruno Apitz‘ ,Nackt unter Wölfen‘ von 1958 und den darauf basierenden Verfilmungen von 1962 und 2015 – ein exemplarischer Vergleich“ von Mareile Metz und „Verfilmung des Gedichts ,Punkt‘ von Alfred Lichtenstein (e 1913)“ von Luna Rohmann.

Ich wusste bei der Lektüre sofort: Diese Facharbeiten sind – bei all ihrer Unterschiedlichkeit – herausragend und damit preiswürdig.
Leider musste ich feststellen, dass es keine Preise (mehr) für germanistische Facharbeiten gibt; es gibt Preise für Facharbeiten in naturwissen­schaftlichen oder gesellschaftswissenschaftlichen Fächern oder konkrete Themenfelder, aber für die Geisteswissenschaften allgemein und speziell für das Fach Deutsch sieht es düster aus. Um diesen eklatanten Missstand zu beheben, habe ich Hilfe vom ,Jungen Literaturhaus‘ bekommen – in Gestalt von Frau Ines Dettmann, die auf meine Anfrage hin sofort bereit war, sich für dieses wichtige Anliegen einzusetzen. Ich hoffe, dass es in nicht allzu ferner Zukunft wieder einen Preis für herausragende germanistische Facharbeiten geben wird. Da dieser jedoch auf jeden Fall für Mareile und Luna zu spät kommt, hat das ,Junge Literaturhaus‘ – dem ich sehr zu Dank verpflichtet bin – zwei Bücherpakete gespendet, die ich am vergangenen Freitag zur Freude und Überraschung der Geehrten sowie des ganzen Leistungskurses überreichen konnte. Dabei hatte ich tatkräftige und eloquente Unterstützung durch unseren stellvertretenden Schulleiter, Herrn Wittka-Jelen, der eine erhebende und sehr wertschätzende Rede gehalten hat. Ich finde, das sieht man auch auf den Fotos...