08.09.2026
Stufenpflegschaft EF
08.09.2026
Klassenpflegschaften Jg. 7
09.09.2026
Stufenpflegschaft Q2
10.09.2026
Klassenpflegschaften Jg. 5
10.09.2026
Klassenpflegschaften Jg. 8
11.09.2026
Humboldt liest (Jg. 5-10)
14.09.2026 bis 19.09.2026
7er-Fahrt (3-tägig)
14.09.2026
Ümi Teamsitzung 16:00 Uhr
15.09.2026
Klassenpflegschaften Jg. 9
15.09.2026
Klassenpflegschaften Q1
17.09.2026
Klassenpflegschaften Jg. 10
17.09.2026
Klassenpflegschaften Jg. 6
18.09.2026
Runder Tisch
21.09.2026 bis 22.09.2026
Jom Kipur
21.09.2026
Angekündigte Brandschutzübung
23.09.2026
Ümi Picknick
25.09.2026
Ümibeginn um 11:20
25.09.2026
Kollegiumsausflug (Unterricht endet nach der 4. Stunde; Ümi und Angebote der RMS finden statt)
28.09.2026 bis 01.10.2026
Kennenlernfahrt 5er: 5a und 5f
28.09.2026 bis 17.10.2026
Zeitraum für Fachkonferenzen

Änderungen vorbehalten

Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. bietet in Deutschland Erzähl- und Begegnungscafés an. Das Angebot richtet sich an alle Opfer des Nationalsozialismus unabhängig von ihrem Verfolgungshintergrund. Mehrmals im Jahr berichten Überlebende im Erzählcafé vor Schulklassen oder Jugendgruppen über ihr Verfolgungsschicksal, um die politische und geschichtliche Aufklärung zwischen den Generationen zu fördern. Am 03.09.2015 nahm der Geschichtsgrundkurs Q2 von Frau Dr. Rosch an solch einem Treffen teil.

Bei diesem Treffen im Erzählcafé hörten wird die ergreifende Lebensgeschichte von Leonid Fish. Er lebte bis 1939 in Auschwitz bis die Wehrmacht anfing die Stadt zu bombardieren. Daraufhin floh seine Familie in Richtung Krakau und wenig später nach Lwow. Sein Vater und seine ältere Schwester reisten nach Donbass (Donezbecken), wo Arbeitskräftemangel herrschte. Leonid Fish und der Rest seiner Familie folgten ihnen später. Dort lernte Leonid Fish Russisch und machte eine Ausbildung als Dreher. Nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion flüchtete die Familie erneut. Dieses Mal nach Usbekistan. 1942 meldete Leonid Fish sich freiwillig bei der Roten Armee, danach kämpfte er in fast allen großen Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Nachdem das Dritte Reich zerschlagen worden war, kehrte Leonid Fish zurück nach Usbekistan und heiratete dort wenig später seine Frau. Im Jahr 2000 siedelte er nach Köln über, wo er bis heute lebt.
Auch seine beiden Söhne wanderten nach Deutschland aus.

Nach seiner Erzählung gab es noch die Möglichkeit Leonid Fish einige Sachen zu fragen und Unklarheiten zu klären. Außerdem sang er ein jiddisches Lied. Andere Zeitzeugen, die mit uns an den Tischen saßen, haben uns auch an ihrer Geschichte teilhaben lassen. Mehrere ehrenamtliche Helfer unterstützten den gegenseitigen Austausch. Der persönliche Kontakt mit den Betroffenen der NS-Verfolgung lässt alles Gelernte erst wirklicher erscheinen. Vorher konnte man sich das Leid dieser Menschen gar nicht richtig vorstellen.

Deswegen möchten wir uns bei allen Teilnehmern, Unterstützern und ehrenamtlichen Helfern bedanken. Unser besonderer Dank geht an Herrn Leonid Fish, der bei diesem Treffen seine Lebensgeschichte tapfer mit uns geteilt hat.
(Schülerbeitrag aus dem GK – ROS)